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Weg zur Berufsmatura

Die Wirtschaftsmittelschule dauert vier Jahre und gliedert sich in zwei Teile:

Erste Stufe: 1. bis 3. Jahr

Drei Jahre lang besuchen Sie den Schulunterricht an der Kanti Baden. Die Schwerpunkte liegen auf den Wirtschaftsfächern, den Sprachen und auf einer breiten Allgemeinbildung.
Ebenso wichtig sind die Informatik-Anwendungen. Sie benötigen deshalb von Anfang an einen Laptop. Dieser erste Teil der WMS wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

Im zweiten und dritten Schuljahr müssen Sie aus den SOG+-Fächern (SOG = schulisch organisierte Grundbildung) mindestens ein Fach auswählen. Angeboten werden Italienisch, Spanisch, Wirtschaftsgeografie, Naturwissenschaften, Physik und Wirtschaftspsychologie. Auch müssen Sie eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) verfassen.

Wann setzt welches Fach ein? Wann welche Projektarbeit und welcher Praktikumsteil? Mehr darüber im Jahresplan.

SOG+-Fächer

Folgende SOG+-Fächer werden ab der 2. Klasse angeboten. Wirtschaftsgeografie und Naturwissenschaften werden über 2 Jahre geführt. Eine Abwahl nach einem Jahr ist möglich, neu können diese Fächer in der dritten Klasse nicht mehr gewählt werden. Für Italienisch und Spanisch gilt dasselbe. Zudem müssen diese Sprachen in der ersten Klasse bereits als Freifach belegt worden sein.

Italienisch

Italienisch ermöglicht Ihnen den Zugang zu Kultur und Lebensweise Italiens. Sie vertiefen Ihre im Freifach erworbenen Kenntnisse in der dritten Landessprache. Grammatik und Wortschatz erlauben Ihnen, sich mündlich und schriftlich angemessen ausdrücken zu können. Wir arbeiten mit einem Lehrbuch und ergänzen den Unterricht durch Musik, Film und Lektüre. Auf Wunsch Vorbereitung auf die internationalen Sprachdiplome. Mehr Informationen finden Sie hier.

Naturwissenschaften

Das Fach Naturwissenschaften besteht aus den Teil­fächern Biologie und Chemie. Sie erhalten einen spannenden Einblick sowohl in Biologie (Humanbiologie: Organe und Organsysteme des Menschen, Mikrobiologie, Genetik und Evolution) als auch in Chemie (Welt der zwischenmolekularen Kräfte, Säure­Base­Chemie und Redox­Chemie). Theorie und Praktikum bieten einen abwechslungsreichen Unterricht und ermöglichen Ihnen ein vertieftes Verständnis der beiden Teilfächer. Mehr Informationen finden Sie hier.

Spanisch

Spanisch ist eine Weltsprache, offizielle Uno-Sprache, wichtig in Organisationen im Kultur- und Entwicklungsbereich und im Tourismus. Sie vertiefen Ihre Kenntnisse aus dem Freifach und beherrschen die Sprache am Ende der 3. Klasse auf dem Niveau B1. Zusätzlich erhalten Sie interessante Einblicke in die Kultur und Gepflogenheiten des Sprachgebiets anhand von Lektüre, Film und Musik. Sie beschäftigen sich mit Wirtschaftsthemen und erlernen Wortschatz aus den Bereichen Kommunikation und Korrespondenz. Auf Wunsch bereiten wir Sie auf die internationalen Sprachdiplome vor. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wirtschaftsgeografie

Was immer wir Menschen auf dem Planeten tun, führen wir an bestimmten Orten aus, verwenden dafür Ressourcen, beeinflussen unsere Umwelt und schaffen damit Beziehungen zu anderen Menschen. Die Wirtschaftsgeografie fördert das Verständnis für Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Lebensraum und dem damit verbundenen Wandel der Welt. Ein Teil des Unterrichts besteht aus eigenen Recherchen und selbstständigen Arbeiten, evtl. ergänzt durch Exkursionen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Folgende SOG+-Fächer können Sie erst ab der 3. Klasse als Jahreskurse wählen.

Physik

Die Physik beschreibt die Natur sowohl sprachlich als auch mathematisch. Dabei nehmen Experimente eine besondere Stellung ein. Sie offenbaren jeweils bestimmte Aspekte der Physik. Es gilt, diese Aspekte möglichst allgemein zu beschreiben, auf andere Aufgabenstellungen zu übertragen und deren Nutzung in der uns umgebenden Technik aufzuzeigen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wirtschaftspsychologie

Im Zentrum steht der Mensch als Hersteller und Verbraucher von Gütern und Dienstleistungen. Die Grundfragen sind: Wie «tickt» der Mensch, wenn er produziert, wenn er konsumiert? Welches sind Wirkfaktoren, die ihn im Alltag in individuellen und psychosozialen Prozessen beeinflussen, die er aber auch aktiv gestalten kann? Sie gewinnen ein Verständnis dafür, dass und wie Kenntnisse der «Seelenmechanik» in einem für die Lebensgestaltung förderlichen Sinn nutzbar gemacht werden können. Zudem entwickeln Sie die Fähigkeit, sich von beispielsweise manipulativen Einflüssen ein wenig befreien zu können. Mehr Informationen finden Sie hier.

Freifächer

Möchten Sie sich in einem bestimmten Bereich weiterbilden und Ihre Interessen vertiefen? Bei so vielen spannenden Freifächern haben Sie die Qual der Wahl. Wann welches Freifach angeboten wird, sehen Sie in der Übersicht.

Freifächer ab der 1. Klasse:

zusätzliche Freifächer ab der 2. Klasse:

Wer sich für ein Freifach anmeldet, muss dieses während eines ganzen Schuljahres besuchen.

Sprachzertifikate

Die Vorbereitung auf die freiwillige DELF-Prüfung B2 (Diplôme d’Etudes en langue française) ist in den Französischunterricht integriert. Zusätzlich können Sie den freiwilligen zweisemestrigen Vorbereitungskurs besuchen mit Beginn im 2. Semester der zweiten Klasse. Die Prüfung findet in der dritten Klasse statt, und zwar jeweils im März.

Im Rahmen der schulischen Schlussprüfung erwerben Sie auch das First Certificate in English (FCE) oder das Certificate of Advanced English (CAE).

Welschlandaufenthalt

In der zweiten Klasse absolvieren Sie ein vierwöchiges Praktikum in der französischen Schweiz. Die Vorbereitungen beginnen mit der selbständigen Suche nach einer Stelle und einer Unterkunft. Beim Schreiben der Briefe und E-Mails oder beim Telefonieren werden Sie von Ihren Französischlehrkräften unterstützt.

«Ab in die Westschweiz!» heisst es dann vor den Herbstferien. Bei der Arbeit im Hotel, Büro oder Rebberg können Sie Ihr Französisch anwenden – und die Kultur und Lebensweise unserer compatriotes kennenlernen.

Danach kehren Sie mit mehr Lebenserfahrung an die Kanti zurück und finden Französisch eine tolle Sprache. Was sich auch auf Ihre Zeugnisnote auswirkt ...

Sprachaufenthalt im englischsprachigen Raum

Alle sprechen heute Englisch – fragt sich nur: wie gut? Wer sich für eine Stelle bewirbt oder an die Fachhochschule will, muss über sehr gute Sprachkenntnisse verfügen. Darum absolvieren Sie in der dritten Klasse einen Sprachaufenthalt, der Ihrem Schulenglisch den letzten Schliff gibt.

Angesagt ist ein Sprachkurs an einer Sprachschule in England, Schottland, Irland oder San Diego. Das bedeutet nicht vier Wochen «high life», sondern intensive Spracharbeit vor Ort. Wer Augen und Ohren offen hält, lernt vieles über Land und Leute, Geschichte, Musik und Sport – kurz: über die englischsprachige Kultur, die unsere heutige Welt so stark prägt.

Das fünfwöchige Praktikum

Im zweiten Semester der zweiten Klasse schnuppern Sie Praxisluft: Sie absolvieren während fünf Wochen ein Praktikum im kaufmännischen Sektor eines Unternehmens.

Sie suchen sich selbständig eine Praktikumsstelle und proben damit den Ernstfall der Stellensuche. Dabei werden Sie von der Schule unterstützt. Übrigens: Sie verdienen in Ihrem Praktikum etwa 700 bis 800 Franken.

Detaillierte Informationen und Dokumente, die Sie Ihren Bewerbungen und Anfragen beilegen können:

Auslandjahr

Ein Auslandjahr – zusätzlich zum Welschlandaufenthalt und zum Sprachaufenthalt im englischen Sprachraum – ist an der WMS nur möglich, wenn Sie das verpasste Schuljahr nachholen.

Zweite Stufe: 4. Jahr

Im vierten Jahr absolvieren Sie ein Praktikum in einem selbst gewählten Unternehmen. Dort setzen Sie die erworbenen Kenntnisse in die Praxis um.

Das einjährige Praktikum

Haben Sie am Ende des dritten Schuljahrs die schulische Prüfung bestanden, geht es für ein Jahr ab in die Praxis. Dieses Praxisjahr steht unter der Obhut der Organisation der Arbeitswelt (OdA). Es beinhaltet neben der praktischen Arbeit sechs bis acht überbetriebliche Kurse (ÜK), zwei Arbeits- und Lernsituationen (ALS), eine Prozesseinheit (PE) und eine schriftliche und mündliche Branchenprüfung.

Für den Praktikumsvertrag müssen Sie unbedingt die offizielle Vertragsvorlage verwenden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die zuständige Prorektorin Ursula Nohl-Künzli.

Detaillierte Informationen und Dokumente:

Promotion

Promotionsfächer

In der ersten Klasse zählen alle Pflichtfächer, auch Sport, für die Promotion; in der zweiten und dritten Klasse zählt zusätzlich auch ein SOG+-Fach für die Promotion. Belegen Sie mehr als ein SOG+-Fach, zählt automatisch dasjenige mit der besten Note. Alle Promotionsfächer zählen einfach.

Bestehensnormen

Es müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: jene für die BM-Fächer sowie jene über alle Promotionsfächer. Die genauen Voraussetzungen finden Sie im Dokument «Grundlagen der Wirtschaftsmittelschule».

Probezeit

Wer im Zeugnis am Ende der Bezirksschule eine tiefere Note als 4,4 (Sekundarschule: 5,3) erreicht, aber im ersten Semester der vierten Bezirksschulklasse einen Notendurchschnitt von mindestens 4,4 erzielt hat, wird an die WMS aufgenommen – mit einer einsemestrigen Probezeit. Am Ende dieser Probezeit wird über die Aufnahme oder Nichtaufnahme gemäss den Bestehensnormen entschieden. Es gibt keine Verlängerung des Provisoriums.

Semesterpromotion

Sie erhalten am Ende eines Semesters ein Zeugnis, das über die Beförderung oder Nichtbeförderung in das nächste Semester entscheidet. Beurteilungszeitraum ist das ganze Semester. Wer die Promotionsvoraussetzungen nicht erfüllt, wird provisorisch befördert, muss aber am Ende des nachfolgenden Semesters die Promotionsvoraussetzungen erfüllen. Andernfalls müssen die letzten beiden Semester repetiert werden.

Eine freiwillige Repetition gilt als Nichtbeförderung.

Entlassung

Wer am Ende der Probezeit oder nach bereits einmal erfolgter Nichtbeförderung die Promotionsvoraussetzungen nicht bzw. in einem der nachfolgenden Semester wieder nicht erfüllt, wird aus der Schule entlassen.

Abschlüsse

Nach dem erfolgreichen Abschluss der WMS erhalten Sie das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Kauffrau / Kaufmann sowie die die kaufmännische Berufsmaturität.
Mit dem EFZ können Sie entweder sofort in die Berufswelt einsteigen oder mit der Berufsmaturität direkt und ohne Eintrittsprüfung an einer Fachhochschule studieren.
Über den Passarellen-Lehrgang ist auch der Übertritt an eine Universität oder an die Eidgenössische Technische Hochschule möglich.

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